CDU Kreisverband Oder-Spree

Neues Kunstarchiv in Beeskow geplant

stellvertr. Landrätin, Dr. Weser eröffnete neue Ausstellung

Der Traum vom neuen Kunstarchiv auf der Burg Beeskow ist greifbar nah und die CDU ist Wegbegleiter. Herbert Schirmer – damaliger Burgdirektor -  rettete die Werke vor der Vernichtung. Frau Johanna Wanka schaffte als Kulturministerin den rechtlichen Rahmen  und Frau Ilona Weser setzt die Idee als Leiterin in die Wirklichkeit um.

Das Kunstarchiv Beeskow bewahrt rund 1.500 Gemälde auf, die von Parteien und Massenorganisationen der DDR und dem Magistrat von Ost-Berlin seit den 50er Jahren beauftragt und angekauft wurden. Die Länder Berlin und Brandenburg fördern das Archiv mit je 53.700 Euro jährlich. Mecklenburg-Vorpommern stellt Mittel für Projektvorhaben bereit. Im November 2002 unterzeichneten die damalige Kulturministerin Prof. Dr. Johanna Wanka (CDU)  und der Landrat Manfred Zalenga auf der Burg Beeskow den Betreibervertrag zum Kunstarchiv Beeskow.

Derzeit werden 25 großformatige Bilder von Neo Rauch, Gabriele Mucchi, Willi Sitte und weiteren Künstlern aus der DDR gezeigt, die zum Teil erstmals seit dem Mauerfall wieder zu sehen sind. Die Kunstwerke sind Dokumente des Zweifelns und der kritischen Auseinandersetzung mit dem politischen System sowie der eigenen Verstrickung mit der Geschichte. Die rund 6.000 Euro teure Restaurierung der Gemälde wurde vom Kulturministerium finanziert. Zur Eröffnung der Ausstellung schilderte die Leiterin des Kunstarchiv Frau Dr. Weser (CDU) die bisherigen Erfolge und die Hoffnungen für den Neubau des Kunstarchivs. Mit dem geplanten Neubau steht das Archiv derzeit am Anfang einer spannenden Phase der Neustrukturierung und Neupositionierung innerhalb des europäischen kulturellen Feldes, so die Leiterin. Alles schaut nun nach Potsdam.  Die Stadt will zur Finanzierung des Neubaus Mittel aus dem Programm INTERREG IV heranziehen, benötigt aber auch die finanzielle Unterstützung aus Potsdam. Fachleute schätzen die Kosten auf sieben bis neun Millionen Euro. Bis 2013 müsste der Bau errichtet werden, um die EU-Mittel nutzen zu können. Die Interreg-Mittel sind daran geknüpft, dass sich mindestens zwei EU-Länder beteiligen. Das nur 35 Kilometer entfernte Nachbarland Polen bietet sich an. Jedoch braucht es Partner, die ähnliche Aufgaben haben wie Beeskow. In der polnischen Stadt Gorzow befindet sich das Muzeum Lubuskie mit der thematischen Spannweite von der Urgeschichte bis zur zeitgeschichtlichen Kunst.