Neuigkeiten
12.01.2018, 12:35 Uhr
Perspektiven für die Lausitz
Die Braunkohle ist mit einem Anteil von gut 23 Prozent nach wie vor eine tragende Säule der deutschen Energieversorgung. Mit dem beschlossenen Ende der Kernenergienutzung gewinnt die Stromerzeugung aus heimischer Braunkohle an Bedeutung. 

Zudem prägen der Tagebau, die Stromerzeugung und viele  davonabhängige Arbeitsplätze die wirtschaftliche Struktur und den Wohlstand ganzer Regionen – so auch der Lausitz. Allein das Auftragsvolumen der Bergbau- und  Kraftwerktreibenden innerhalb der Region liegt bei 700 bis 900 Millionen Euro pro Jahr. Aktuell und in realistischer Perspektive sind weder technisch noch strukturell Entwicklungen abzusehen, die einen nennenswerten oder gänzlichen Verzicht auf diesen grundlastsichernden und den Verbraucherpreis stabilisierenden Energieträger erlauben.

Die Energiegewinnung aus fossilen Brennstoffen wird in öffentlichen Diskussionen in  ein Spannungsverhältnis zu den vereinbarten Klimaschutzzielen und der Energiewende gesetzt. Dabei wird kaum beachtet, dass in den vergangenen zwei Jahrzehnten bereits enorme Fortschritte bei der Reduzierung von Emissionen erzielt  wurden und durchaus noch technologische Potentiale zur Verbesserung der  Umweltbilanz bestehen. Wenn im Rahmen der anstehenden Regierungsbildung über Zielsetzungen im Bereich der Klima- und Energiepolitik diskutiert und beraten wird, müssen dabei die Aspekte Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und  Umweltverträglichkeit in einem gleichberechtigten Verhältnis stehen.

Im Bereich der Braunkohle heißt das, dass Veränderungen gegenüber dem jetzigen Status nicht nur anhand der Klimaschutzziele und möglicher CO2-Reduzierungen  beurteilt werden können. Vielmehr müssen auch die Auswirkungen auf den gesamten Energiesektor (Versorgungs- und Preisentwicklung) und vor allem auf die  wirtschaftliche Entwicklung (Arbeitsplätze und Wertschöpfung) in den  Energieregionen umfassend berücksichtigt werden. Ein schneller Ausstieg aus der  Braunkohlenförderung und -verstromung bedeutet den Verlust eines wichtigen  industriellen Kerns der Region mit gravierenden Folgen für den wirtschaftlichen  Wohlstand. 

Darüber hinaus sind im Rahmen eines Beschlusses zum Braunkohleausstieg zu  klären, dass die Renaturierung der ehemaligen Tagebauflächen, die Finanzierung der  Kompensation der ökologischen Nachwirkungen des Braunkohletagebaus sowie der Rückbau der stillgelegten Kraftwerke gesichert werden.
CDU Oder-Spree bei facebook CDU Bad Saarow CDU Eisenhüttenstadt CDU Erkner
Dierk Homeyer CDU Storkow CDU Schöneiche CDU Woltersdorf
CDU Grünheide CDU Beeskow CDU Fürstenwalde CDU Brieskow-Finkenheerd
© CDU Kreisverband Oder-Spree   | Startseite | Impressum | Datenschutz | Kontakt | Inhaltsverzeichnis | Realisation: Sharkness Media | 0.15 sec. | 78177 Besucher